Wer ein Haus baut, braucht einen Maurer. Das klingt simpel — und ist es auf eine Art auch. Aber dahinter steckt ein Handwerk, das Präzision, körperliche Ausdauer und echtes Fachwissen verlangt. Maurer legen Fundamente für Einfamilienhäuser, setzen Ziegelmauern für Mehrfamilienhäuser, sanieren denkmalgeschützte Altbauten und arbeiten an Infrastrukturprojekten, die Jahrzehnte halten sollen.
Gleichzeitig gehört die Maurer-Ausbildung zu den am besten vergüteten im deutschen Handwerk — mit einem Tarifgefüge, das Berufseinsteigern sofort echtes Geld in die Hand gibt.
Was Maurer täglich tun
Der Tag beginnt früh, meistens zwischen 6 und 7 Uhr. Auf der Baustelle stehen Aufgaben wie das Anmischen von Mörtel, das Versetzen von Ziegeln, Kalkstein- oder Porenbetonblöcken sowie das Einbauen von Fenster- und Türstürzen an. Maurer lesen Baupläne, kontrollieren Maßhaltigkeit mit Lot und Wasserwaage, und koordinieren sich mit anderen Gewerken — Zimmermann, Elektriker, Rohrleger.
Kein Tag sieht gleich aus. Neubau, Sanierung, Umbau, Denkmalpflege: Das Spektrum reicht weit. Im Außenbereich hängt viel vom Wetter ab. Bei Frost unter −3 °C darf frischer Mörtel nicht eingebaut werden, bei starkem Regen legen viele Baustellen eine Pause ein. Wer das als Nachteil sieht, übersieht den Vorteil: Maurer stehen selten in einem Großraumbüro. Frische Luft, Bewegung, sichtbare Ergebnisse am Ende des Tages.
Ausbildung: Einer der besten Tarifverträge im Handwerk
Die Ausbildung dauert drei Jahre und endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer. Wer den qualifizierten Hauptschulabschluss hat, kann einsteigen — in der Praxis bringen viele Auszubildende die mittlere Reife mit.
Was die Vergütung betrifft, ist die Maurer-Ausbildung klar überdurchschnittlich. Ab April 2026 gelten bundesweit einheitlich diese Sätze laut Bau-Tarifvertrag (IG Bau):
- Lehrjahr: 1.080 Euro brutto/Monat
- Lehrjahr: 1.351 Euro brutto/Monat
- Lehrjahr: 1.610 Euro brutto/Monat
Zum Vergleich: Der bundesweite Mindestlohn für Ausbildungsberufe liegt 2026 bei rund 750 Euro im ersten Jahr. Die Bau-Tarifvergütung liegt damit weit darüber — das ist das Ergebnis jahrzehntelanger Tarifpolitik von IG Bau und Bauarbeitgeberverbänden. Gleichzeitig hat der aktuelle Tarifabschluss (Laufzeit April 2024 bis März 2027) auch die Ost-West-Angleichung abgeschlossen: Azubis in den neuen Bundesländern erhalten seit April 2026 dieselben Sätze wie im Westen.
Den kompletten Weg durch die Stufenausbildung inklusive aller Vergütungen: Maurer-Ausbildung 2026: Dauer, Stufenausbildung & Vergütung







