Wer Maurer werden will, wählt einen Beruf mit handfesten Vorteilen: Die Ausbildungsvergütung im Bauhauptgewerbe gehört zu den höchsten im deutschen Handwerk, die Stufenausbildung liefert nach zwei Jahren bereits einen vollwertigen Berufsabschluss – und der Fachkräftemangel am Bau macht gut ausgebildete Gesellen zu gefragten Arbeitskräften. Was die Ausbildung konkret bedeutet, zeigen die folgenden Abschnitte.
Stufenausbildung Bau: Zwei Abschlüsse in drei Jahren
Die Maurer-Ausbildung folgt dem Prinzip der Stufenausbildung Bau. Das unterscheidet sie von vielen anderen Handwerksberufen:
- Stufe 1 (2 Jahre): Abschluss als Hochbaufacharbeiter/in – ein bundesweit anerkannter Berufsabschluss, der eigenständig verwertbar ist.
- Stufe 2 (1 weiteres Jahr): Spezialisierung zum Maurer/in, alternativ Betonbauer/in oder Schornsteinbauer/in.
Die Gesamtdauer beträgt 3 Jahre. Wer nach zwei Jahren aus persönlichen oder familiären Gründen früher ins Arbeitsleben einsteigen muss, verlässt die Ausbildung nicht ohne Abschluss. Das ist ein echter Unterschied zu vielen anderen Ausbildungsberufen.
Ab dem 1. August 2026 tritt eine Neuordnung des Berufsbilds in Kraft, die den Maurer-Beruf stärker an aktuelle Bautechniken – darunter Wärmedämmung, Bauen im Bestand und Nachhaltigkeitsstandards – anpassen wird.
Den vollständigen Überblick über Tätigkeiten, Spezialisierungen und Karrierewege liefert der Hub Maurer – Beruf, Ausbildung und Karriere.
Ausbildungsvergütung 2026: Bau zahlt mit am meisten
Das Bauhauptgewerbe ist für seine vergleichsweise hohen Ausbildungsvergütungen bekannt. Laut Tarifvertrag Bauhauptgewerbe, abgeschlossen zwischen IG BAU und den Arbeitgeberverbänden, gelten ab April 2026 bundesweit einheitliche Sätze – erstmals ohne Unterschied zwischen Ost und West:
| Lehrjahr | Monatliche Vergütung (brutto) |
|---|---|
| 1. Lehrjahr | 1.122 € |
| 2. Lehrjahr | 1.351 € |
| 3. Lehrjahr | 1.610 € |
Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr beträgt laut IG BAU rund 3,9 Prozent. Die Ost-West-Angleichung, die seit der Wiedervereinigung ein offenes Thema war, ist damit zum April 2026 vollzogen. Für Azubis bedeutet das: Der Wohnort spielt bei der Vergütung keine Rolle mehr.
Zum Vergleich: Das Elektrohandwerk beginnt im ersten Lehrjahr bei 910 €. Maurer-Azubis starten 2026 mit 170 € mehr im ersten Monat.







