Das Hufschmied-Gehalt ist schwerer zu beziffern als bei den meisten Handwerksberufen. Denn ein Großteil der Fachleute arbeitet selbstständig – und wer auf eigene Rechnung arbeitet, bestimmt sein Einkommen durch drei Dinge: Beschlagspreise, Kundendichte und Fahrtzeit. Ein Blick auf die Zahlen, die tatsächlich belastbar sind.
Was der Tarifvertrag sagt
Wer als angestellter Hufbeschlagschmied tätig ist – etwa bei einem größeren Reitbetrieb, einem Gestüt oder einer tierärztlichen Einrichtung – kann sich an Tarifwerten orientieren. Laut jobboerse-stellenangebote.de liegt das Tarifgehalt bei rund 3.480 € brutto monatlich. Ohne Tarifbindung sieht es nüchterner aus: Die Spanne reicht von 2.900 € bis 3.250 € bei nicht tarifgebundenen Betrieben. Stepstone weist als Einstiegsgehalt 2.641 € brutto aus, was einem Jahresgehalt von rund 31.700 € entspricht.
Angestellte Stellen sind die Ausnahme. Die meisten Hufschmiede sind selbstständig.
Die Selbstständigen-Realität: Preis × Menge − Kosten
Selbstständige Hufschmiede stellen pro Beschlag in Rechnung – und deren Einkommen ergibt sich schlicht aus: Umsatz je Tag × Arbeitstage im Jahr − Betriebskosten.
Die üblichen Preise in Deutschland:
| Leistung | Preis (ca.) |
|---|---|
| Beschlag 4 Hufen komplett | 80–150 € |
| 2 neue Eisen aufnageln | ca. 125 € |
| 2 alte + 2 neue Eisen | ca. 140 € |
| Nur Ausschneiden (1 Pferd) | 50–60 € |
Quelle: aktuelle Preislisten aus barone-hufbeschlag.de und vergleichbaren deutschen Betrieben (2025).
Wer täglich 4–5 vollständige Beschläge macht – was realistisch ist, wenn die Kunden nah beieinander liegen – generiert 320 bis 750 € Tagesumsatz. Bei 200 Arbeitstagen im Jahr bedeutet das einen Bruttoumsatz von 64.000 bis 150.000 €. Nach Abzug von Fahrzeug, Betriebsstätte, Esse, Werkzeug, Verbrauchsmaterial und Sozialversicherung bleibt das eigentliche Einkommen übrig – für gut aufgestellte Selbstständige laut ausbildung.de und selbststaendig.de zwischen 3.000 € und 4.000 € monatlich.







