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Auszubildender Elektroniker bei Arbeit an Schaltkasten, Berufsschule Werkstatt
handwerksberufe2026-06-10

Elektriker-Ausbildung 2026: Dauer, Inhalte & Vergütung

14.800 monatliche Suchanfragen zeigen: Der Weg zum Elektriker interessiert viele. Hier gibt es alle Fakten zur Ausbildung – Dauer, Lehrjahr-Vergütungen, Voraussetzungen und Übernahmechancen.

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Wie lange dauert die Ausbildung zum Elektriker?

Die duale Ausbildung zum Elektroniker dauert 3,5 Jahre. Bei sehr guten Leistungen ist eine Verkürzung auf 3 Jahre möglich. Ab dem zweiten Lehrjahr beginnt die Spezialisierung auf eine Fachrichtung.

Wer Elektriker werden will, wählt einen der sichersten Handwerksberufe überhaupt. Die Ausbildung ist praxisnah, die Vergütung steigt stetig, und nach dem Gesellenbrief wartet auf gut ausgebildete Elektroniker kaum mehr eine lange Jobsuche. Trotzdem lohnt es sich, genau hinzuschauen – denn Fachrichtung, Betriebsgröße und Region beeinflussen die Ausbildung stark.

Ausbildungsberufe im Elektrohandwerk: Was genau wird man?

Der Begriff „Elektriker" ist kein offizieller Ausbildungsberuf. Der korrekte Name lautet Elektroniker/in – ein bundesweit anerkannter Ausbildungsberuf mit fünf Fachrichtungen:

  • Energie- und Gebäudetechnik: die häufigste Fachrichtung. Elektrische Installationen in Gebäuden, Photovoltaik, Ladeinfrastruktur, Gebäudeautomation.
  • Betriebstechnik: industriell ausgerichtet. Wartung von Produktionsanlagen, Schaltanlagen, Energieversorgung in Fabriken.
  • Automatisierungstechnik: Programmierung und Wartung automatisierter Systeme, SPS-Steuerungen, stark in der Industrie gefragt.
  • Geräte und Systeme: Entwicklung, Prüfung und Instandhaltung von Elektrogeräten und Systemen.
  • Informations- und Systemtechnik: an der Schnittstelle zu IT und Netzwerktechnik.

Die häufigste Wahl für Handwerksbetriebe ist Energie- und Gebäudetechnik – wer in Richtung Industrie will, schaut sich Betriebstechnik oder Automatisierungstechnik an.

Dauer und Ablauf der Ausbildung

Die duale Ausbildung dauert 3,5 Jahre. Das erste Lehrjahr vermittelt allen Elektroniker-Azubis die gleichen Grundlagen: Elektrotechnik, Schaltungstechnik, Sicherheitsvorschriften nach VDE. Ab dem zweiten Lehrjahr beginnt die fachrichtungsspezifische Vertiefung.

Die Berufsschule findet ein- bis zweimal pro Woche statt, der Rest der Zeit gehört dem Betrieb. In manchen Bundesländern gibt es Blockunterricht statt Wochentage.

Eine Verkürzung auf 3 Jahre ist mit mittlerer Reife bei guten Noten möglich. Wer Abitur mitbringt und im Betrieb überzeugt, kann die Ausbildungsdauer auf 2,5 Jahre reduzieren – der Antrag geht über die zuständige Handwerkskammer.

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Ausbildungsvergütung 2026: Lehrjahr für Lehrjahr

Die Ausbildungsvergütung richtet sich nach dem jeweiligen Tarifvertrag. Im Elektrohandwerk gilt laut Tarifvertrag (gültig ab November 2025):

LehrjahrMonatliche Vergütung (brutto)
1. Lehrjahr910 €
2. Lehrjahr960 €
3. Lehrjahr1.010 €
4. Lehrjahr1.060 €

In der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall M+E Tarifgebiet) liegen die Sätze spürbar höher – je nach Region bis zu 1.300 € im dritten Lehrjahr. Ab April 2026 steigen diese Sätze laut IG Metall um weitere 3,1 %.

Nicht-tarifgebundene Betriebe zahlen teils deutlich weniger. Bei der Betriebswahl lohnt es sich also, nach Tarifbindung zu fragen.

Voraussetzungen: Was man mitbringen sollte

Formal ist ein Hauptschulabschluss ausreichend. Realität ist: Viele Betriebe setzen mittlere Reife voraus, Industriebetriebe und größere Handwerksfirmen bevorzugen Realschüler oder Abiturienten.

Wichtiger als die Schulnoten sind:

  • Technisches Grundverständnis (Physik, Mathematik)
  • Handwerkliches Geschick und Sorgfalt
  • Bereitschaft zur körperlichen Arbeit (viel Stehen, Klettern, Tragen)
  • Sorgfalt im Umgang mit Sicherheitsvorschriften

Viele Ausbildungsbetriebe bieten vor Ausbildungsbeginn ein Praktikum an – das ist die beste Möglichkeit, sich und den Betrieb kennenzulernen.

Was in der Berufsschule gelehrt wird

Die Berufsschule vermittelt theoretische Grundlagen, die im Betrieb oft schwerer zu erarbeiten sind: Grundlagen der Elektrotechnik, VDE-Vorschriften, Schaltungsdiagramme lesen und zeichnen, Messtechnik. Ab dem zweiten Jahr kommen fachrichtungsspezifische Themen hinzu – für Energie- und Gebäudetechnik etwa: Photovoltaik, Ladeinfrastruktur, Gebäudeautomation (KNX/EIB).

Wer in der Berufsschule regelmäßig gute Noten schreibt, hat bessere Chancen auf eine Verkürzung und einen reibungslosen Gesellenabschluss.

Übernahme und Jobperspektiven nach der Ausbildung

Die Übernahmequote im Elektrohandwerk ist hoch. 70–80 % der Azubis erhalten nach bestandener Gesellenprüfung ein Übernahmeangebot – bei gestiegenem Fachkräftemangel oft sogar mehr. Wer keinen Platz im Ausbildungsbetrieb möchte, findet andernorts schnell eine Stelle.

Gehalt, Aufstiegswege und Unterschiede nach Region sind ausführlich im Artikel Elektriker-Gehalt beschrieben. Den Gesamtüberblick über den Beruf gibt der Hub Elektriker – Beruf, Ausbildung und Karriere.

Ausbildung abgeschlossen – und dann?

Nach dem Gesellenbrief sind die Optionen breit: Berufserfahrung sammeln, direkt den Meisterkurs anmelden oder ein Technikerstudium beginnen. Wer die Ausbildung bei einem kleinen Handwerksbetrieb gemacht hat, kann für die Gesellenjahre auch in die Industrie wechseln – höheres Gehalt, andere Arbeitszeiten.

Für alle, die nach Ausbildung und erstem Job auch das Privatleben auf solide Füße stellen wollen: Handwerksingles.de kennt die Welt der Azubis gut. Im Artikel Azubi-Dating im Handwerk geht es darum, wie man auch während der Ausbildung Beziehungen aufbaut.


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Das Wichtigste

  • Solide Vergütung von Beginn: 910 € im ersten Lehrjahr sind Tarifmindeststandard im Handwerk – viele Betriebe zahlen darüber, besonders in Süddeutschland und bei tarifgebundenen Industrieunternehmen.
  • Vier Fachrichtungen, vier Welten: Energie- und Gebäudetechnik ist am verbreitetsten, Betriebstechnik zahlt im Schnitt am besten – die Wahl der Fachrichtung beeinflusst den späteren Verdienst direkt.
  • Übernahme fast sicher: Wer die Ausbildung beendet, hat beim aktuellen Fachkräftemangel kaum Schwierigkeiten, eine Stelle zu finden – oft noch vor der Abschlussprüfung.

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Häufige Fragen

Tommy Honold — Autor beim Handwerksingles Magazin

Tommy Honold

Küchenmeister, Gründer & Dating-Experte

Küchenmeister, Marine-Feldkoch, CEO — und seit 2008 der Mann hinter dem grössten Berufs-Dating-Netzwerk im DACH-Raum. Tommy Honold bringt mit gastrosingles.de Köche, Sommeliers, Servicekräfte und Wirte zusammen, die wissen, wie Schichtdienst, Sonntagsservice und der Druck am Pass wirklich wiegen.

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