Beim Steinmetz-Gehalt klaffen Online-Angaben und Realität manchmal weit auseinander. Zwischen 2.500 € und 6.000 € findet man alles. Was stimmt, hängt von Fachrichtung, Betriebsgröße, Region und vor allem davon ab, ob jemand Geselle oder Meister ist. Mit Zahlen aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit lässt sich das sauber aufdröseln.
Median-Gehalt laut Entgeltatlas 2026
Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit (Datenbasis 2024) weist für Steinmetz-Berufe folgende Werte aus:
| Kennzahl | Steinmetz/in (Industrie) | Grabsteinmetz/in |
|---|---|---|
| Unteres Quartil | 2.872 € | ca. 2.800 € |
| Median | 3.295 € | 3.295 € |
| Oberes Quartil | 3.779 € | ca. 3.700 € |
Wer im oberen Quartil liegt, hat in der Regel mehrere Jahre Berufserfahrung, eine Zusatzqualifikation oder ist in einem Restaurierungsbetrieb mit besserem Lohngefüge tätig. Das untere Quartil umfasst oft Berufseinsteiger oder Beschäftigte in kleineren Handwerksbetrieben ohne Tarifbindung.
Zum Vergleich: Gehalt.de schätzt den Median für Steinmetze bei rund 3.950 € – dieser Wert dürfte stärker von Selbstangaben und Anzeigenpreisen beeinflusst sein als der Entgeltatlas, der auf echten Sozialversicherungsdaten basiert.
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
Mit dem Gesellenbrief starten Steinmetze je nach Betrieb und Bundesland mit 2.800 bis 3.100 € brutto im Monat. In industriellen Steinverarbeitungsbetrieben – zum Beispiel in der Natursteinfertigung für Bauprojekte – ist die Bezahlung tendenziell besser als in kleinen Grabmalwerkstätten.
Nach zwei bis drei Jahren Berufserfahrung bewegt man sich üblicherweise in Richtung Medianwert. Wer früh Zusatzqualifikationen sammelt – etwa in der Restaurierung oder im Umgang mit CNC-Fräsen für Naturstein – kann diesen Sprung beschleunigen.
Der aktuelle Tariflohn im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk liegt laut IG BAU seit März 2025 bei 21,01 € brutto pro Stunde. Bei einer 40-Stunden-Woche entspricht das einem Monatsgehalt von rund 3.640 €. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten.







