Kaum ein Handwerksberuf ist so gefragt wie der des Elektrikers – und kaum einer wandelt sich so schnell. Photovoltaik, Ladeinfrastruktur, Smarthome, Industrieautomation: Wer heute Elektroniker ist, steht mitten in der Energiewende. Gleichzeitig fehlen in Deutschland zigtausend Fachkräfte. Wer also in diesem Beruf arbeitet, hat die Karten auf seiner Seite.
Was ein Elektroniker heute macht
Der Volksmund sagt „Elektriker", der offizielle Ausbildungsberuf heißt seit 2003 Elektroniker/in – mit mehreren Fachrichtungen, die sich in Tätigkeiten und Arbeitsumfeld deutlich unterscheiden.
Energie- und Gebäudetechnik ist die häufigste Spezialisierung: Installation von Elektroinstallationen im Wohnungs- und Gewerbebau, Photovoltaikanlagen, Ladeinfrastruktur, Beleuchtungssysteme. Wer hier arbeitet, ist täglich auf Baustellen und in Gebäuden unterwegs.
Betriebstechnik dagegen ist stärker industriell ausgerichtet: Wartung und Instandhaltung von Maschinen, Schaltanlagen, Produktionslinien. Der Median-Verdienst liegt hier laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit mit 4.627 € monatlich am höchsten aller Elektroniker-Fachrichtungen.
Automatisierungstechnik verbindet Elektrotechnik mit Steuerungsprogrammierung. Wer SPS-Kenntnisse mitbringt, ist in der Industrie besonders begehrt.
Daneben gibt es noch Elektroniker für Geräte und Systeme sowie Informations- und Systemtechnik – letzterer an der Schnittstelle zur IT.
Ausbildung: Was man wissen muss
Die duale Ausbildung dauert regulär 3,5 Jahre – betriebliche Praxis und Berufsschule wechseln sich ab. Im ersten Lehrjahr bekommen alle Elektroniker dasselbe Grundlagenwissen, die Spezialisierung auf die Fachrichtung beginnt im zweiten Lehrjahr.
Wer gute Leistungen zeigt, kann auf 3 Jahre verkürzen; eine Hauptschulabschluss reicht für die meisten Betriebe, viele bevorzugen mittlere Reife oder Abitur.
Die Ausbildungsvergütung im Elektrohandwerk liegt laut Tarifvertrag (gültig ab November 2025) bei:
- Lehrjahr: 910 €
- Lehrjahr: 960 €
- Lehrjahr: 1.010 €
- Lehrjahr: 1.060 €
In der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall-Tarifgebiet) sind die Vergütungen teils höher – je nach Region und Arbeitgeber bis zu 1.300 € im dritten Lehrjahr.
Alle Details zur Ausbildung – Lernfelder, Berufsschule, Übernahme – gibt es im Artikel Elektriker-Ausbildung.







