Beim Fliesenleger-Gehalt kursieren im Netz Zahlen von 2.500 € bis 6.000 € – je nach Quelle. Das spiegelt tatsächlich die Spanne des Berufs wider, hilft aber kaum weiter. Mit dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit und dem aktuellen Tarifvertrag Bau West lässt sich das konkret aufdröseln.
Was der Entgeltatlas sagt
Für den Beruf Fliesen-, Platten- und Mosaikleger weist der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit folgende Werte aus:
| Kennzahl | Monatliches Bruttoentgelt (Vollzeit) |
|---|---|
| Unteres Quartil | 3.314 € |
| Oberes Quartil | 4.844 € |
Das untere Quartil bedeutet: 25 % aller Vollzeit-Fliesenleger verdienen weniger als 3.314 € – oft Berufseinsteiger oder Beschäftigte in nicht-tarifgebundenen Kleinbetrieben. Das obere Quartil zeigt: Ein Viertel liegt über 4.844 € – das sind erfahrene Gesellen, Vorarbeiter und Meister in tarifgebundenen Betrieben.
Tarifvertrag Bau West: Die konkreten Zahlen
Im Tarifvertrag Bau/Ausbau (gültig ab April 2026) sind Fliesen-, Platten- und Mosaikleger in Lohngruppe 4 eingruppiert. Die Tabelle:
| Lohnbestandteil | Betrag |
|---|---|
| Tariflohn (TL) | 25,34 €/Std. |
| Bezirkszulage (BZ) | 1,45 €/Std. |
| Gesamttariflohn (GTL) | 26,79 €/Std. |
Bei 173 Arbeitsstunden pro Monat (Vollzeit) ergibt das rund 4.635 € brutto. Hinzu kommen in vielen Betrieben Schmutz- und Erschwerniszulagen sowie Auslöse bei auswärtigen Baustellen.
Im Tarifgebiet Ost liegen die Sätze rund 5–10 % darunter. Nicht-tarifgebundene Betriebe – vor allem Kleinbetriebe – zahlen teils deutlich weniger.







