Wer Fliesen verlegt, baut mehr als Böden und Wände – er verwandelt Rohbauten in fertige Räume. Fliesen-, Platten- und Mosaikleger arbeiten in Bädern, Küchen, Hallenbädern, Einkaufszentren und auf Terrassen. Der Beruf verbindet Handwerk mit gestalterischem Gespür und stellt an Material, Maß und Ausführung hohe Anforderungen.
Seit dem 14. Februar 2020 ist das Gewerk wieder ein Meisterberuf – nach 16 Jahren ohne Meisterpflicht. Diese Rückkehr hat den Markt verändert.
Was ein Fliesenleger heute macht
Der offizielle Berufsname lautet Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in. Im Alltag sagt fast jeder „Fliesenleger" – und meint damit denselben Beruf.
Kernaufgaben auf Baustellen und bei Renovierungen:
- Untergrundvorbereitung (Ausgleich, Abdichtung nach DIN 18534)
- Verlegen von Keramik-, Natur- und Kunststein, Großformaten, Mosaikfliesen
- Setzen von Sockel-, Treppen- und Wandbekleidungen
- Schneiden und Anpassen von Fliesen, Fugarbeiten
- Barrierefreie Bäder, bodengleiche Duschen, Schwimmbadauskleidung
Die Anforderungen steigen: Großformate (60×120 cm und mehr) verlangen präzisen Untergrund und Kleberauftrag, barrierefreie Bäder erfordern exakte Gefälle. Wer das sauber macht, ist auf dem Markt gefragt.
Ausbildung: Drei Jahre Grundlage
Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre. Betrieb und Berufsschule wechseln sich ab, die Gesellenprüfung findet vor der Handwerkskammer statt.
In der Ausbildung lernt man:
- Werkzeugkunde und Materialeigenschaften
- Untergrundprüfung und -vorbereitung
- Verlegetechniken für verschiedene Beläge
- Abdichtung und Entwässerung
- Aufmaß, Kalkulation, Bauzeichnungen lesen
Alle Fakten zu Lehrjahr-Vergütung, Voraussetzungen und Übernahmechancen gibt es im Artikel Fliesenleger-Ausbildung.







