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Metallbauer schweißt Stahlkonstruktion in moderner Werkstatt, Funken sprühen
handwerksberufe2026-06-12

Metallbauer: Ausbildung, Gehalt & Fachrichtungen

Metallbauer – früher Schlosser – ist ein vielseitiger Handwerksberuf mit drei Fachrichtungen, solider Bezahlung und echten Karrierechancen. Was der Job heute bedeutet, was er bringt und wohin er führt.

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Wie viel verdient ein Metallbauer in Deutschland?

Der Median liegt laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bei rund 3.460 € brutto im Monat. Das untere Quartil beginnt bei 3.047 €, das obere Quartil liegt bei 4.294 €. Mit Meisterbrief sind deutlich über 4.500 € möglich.

Metallbauer – früher schlicht Schlosser genannt – ist einer der ältesten Handwerksberufe Deutschlands und gleichzeitig einer der vielseitigsten. Seit 1989 trägt der Beruf seinen heutigen Namen, doch in Stellenanzeigen und Gesprächen ist „Schlosser" noch immer fest verwurzelt. Beide Begriffe meinen dasselbe: einen Beruf, der Stahl formt, Konstruktionen baut und Fahrzeuge aufrüstet.

Was ein Metallbauer heute macht

Der Volksmund sagt „Schlosser", der offizielle Ausbildungsberuf heißt seit 1989 Metallbauer/in – mit drei Fachrichtungen, die sich in Tätigkeiten und Arbeitsumfeld deutlich unterscheiden.

Konstruktionstechnik ist die häufigste Spezialisierung: Stahlkonstruktionen für Gebäude, Treppen, Geländer, Fensterrahmen, Fassadenelemente. Wer hier arbeitet, ist sowohl in der Werkstatt als auch auf der Baustelle unterwegs – und hat direkten Einfluss auf das Stadtbild.

Metallgestaltung ist der künstlerisch-handwerkliche Zweig: Zäune, Tore, Ornamente, Grabmäler, Designmöbel aus Metall. Diese Fachrichtung hat die längste Tradition – sie knüpft direkt an die alte Schmiedekunst an. Wer hier arbeitet, braucht ein Auge für Form und Proportion.

Nutzfahrzeugbau dagegen ist technisch und industrienah: Aufbauten für Lkw, Kühlkofferstruktur, Spezialfahrzeuge für Feuerwehr oder Kommunen. Der Median-Verdienst liegt hier laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit tendenziell etwas höher, weil viele Betriebe Tarifverträge der Metallindustrie anwenden.

Ausbildung: Was man wissen muss

Die duale Ausbildung dauert regulär 3,5 Jahre – Betrieb und Berufsschule wechseln sich ab. Im ersten Lehrjahr lernen alle Metallbauer-Azubis dieselben Grundlagen: Schweißen, Feilen, Messen, Werkstoffkunde, Sicherheitsvorschriften. Die Spezialisierung auf die Fachrichtung beginnt im zweiten Lehrjahr.

Wer gute Leistungen zeigt, kann auf 3 Jahre verkürzen. Ein Hauptschulabschluss reicht formal aus, viele Betriebe bevorzugen mittlere Reife – besonders in der Konstruktionstechnik und im Nutzfahrzeugbau.

Die Ausbildungsvergütung im Metallbauhandwerk liegt je nach Tarifgebiet bei:

    1. Lehrjahr: 927 €
    1. Lehrjahr: 1.000 €
    1. Lehrjahr: 1.091 €
    1. Lehrjahr: 1.164 €

In der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall-Tarifgebiet) sind die Sätze deutlich höher – bis zu 1.329 € im vierten Lehrjahr.

Alle Details zur Ausbildung – Lernfelder, Berufsschule, Übernahme – gibt es im Artikel Metallbauer-Ausbildung.

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Gehalt: Was Metallbauer verdienen

Nach der Ausbildung starten Metallbauer je nach Fachrichtung und Region mit 2.700 bis 3.200 € brutto im Monat. Der Median über alle Metallbauer liegt laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bei rund 3.460 € – das untere Quartil bei 3.047 €, das obere bei 4.294 €.

Regional gibt es spürbare Unterschiede: In Bayern und Baden-Württemberg liegen Gehälter im Median rund 400–500 € über dem Niveau ostdeutscher Bundesländer. Wer in einem Industriebetrieb mit Tarifbindung arbeitet, verdient systematisch mehr als im kleinen Handwerksbetrieb.

Mit Meisterbrief sieht die Rechnung anders aus: Metallbaumeister verdienen im Median rund 4.500 bis 5.000 € brutto monatlich, Betriebsinhaber teils deutlich darüber.

Alle Zahlen im Detail – mit regionaler Aufteilung und Gehaltstabelle nach Erfahrungsjahren – im Artikel Metallbauer-Gehalt.

Karrierewege nach der Ausbildung

Nach dem Gesellenbrief stehen mehrere Wege offen:

Meister: Der direkteste Weg zu mehr Geld und Eigenverantwortung. Wer den Meisterbrief macht, kann sich selbstständig machen, Azubis ausbilden und Bauleitung übernehmen. Die Vorbereitungszeit beträgt je nach Lehrgang 1–2 Jahre.

Staatlich geprüfter Techniker Metalltechnik: Stärker theoretisch ausgerichtet, öffnet Türen in Konstruktionsbüros und bei Herstellern. Gehaltlich vergleichbar mit dem Meister.

Studium: Mit Berufserfahrung ist ein Studium des Maschinenbaus oder der Werkstofftechnik möglich – an Fachhochschulen oft auch ohne Abitur. Gehaltssprung in Richtung 5.000–6.000 €+ möglich.

Spezialisierung: CNC-Fräsen, WIG-Schweißen, Stahlbau-Statik, Fahrzeugzulassung – Zusatzqualifikationen sind in der Branche gefragt und werden entsprechend vergütet.

Alltag in der Werkstatt und auf der Baustelle

Ein typischer Tag in der Konstruktionstechnik: Morgens Aufmaß beim Kunden, dann Zuschnitt und Schweißen in der Werkstatt. Nachmittags Montage einer Treppenanlage auf der Baustelle. Körperlich anspruchsvoll, handwerklich präzise – und am Ende steht etwas Bleibendes.

In der Metallgestaltung ist der Takt ruhiger: ein Auftrag für ein kunstvolles Geländer, Skizze, Planung, Fertigung. Kein Fließband, kein Stücklohn. Wer hier zufrieden ist, hat seinen Beruf gefunden.

Im Nutzfahrzeugbau dominiert die Serienfertigung: Aufbauten nach Kundenvorgabe, enge Zusammenarbeit mit Konstruktionsabteilung und Logistik. Mehr Industrie als Handwerk – mit den entsprechenden Gehaltsvorteilen.

Metallbauer und Partnersuche: Stark im Beruf, geerdet im Leben

Präzision, körperliche Stärke, Problemlösungswille – Metallbauer bringen Eigenschaften mit, die auch privat zählen. Wer täglich mit Stahl arbeitet und Verantwortung trägt, hat eine Bodenständigkeit, die viele schätzen.

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Das Wichtigste

  • Schlosser ist Metallbauer: Der Name hat sich 1989 geändert, der Beruf nicht – wer nach „Schlosser" sucht, landet beim Metallbauer. Das Suchvolumen des alten Begriffs zeigt, wie tief er verwurzelt ist.
  • Drei Welten, eine Ausbildung: Konstruktionstechnik, Metallgestaltung und Nutzfahrzeugbau unterscheiden sich in Alltag und Verdienst deutlich – die Fachrichtung bestimmt die Karriere.
  • Median von 3.460 €, Luft nach oben: Mit Meisterbrief, Industrieerfahrung oder Spezialisierung ist ein Sprung auf 4.000–4.500 € realistisch.

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Häufige Fragen

Tommy Honold — Autor beim Handwerksingles Magazin

Tommy Honold

Küchenmeister, Gründer & Dating-Experte

Küchenmeister, Marine-Feldkoch, CEO — und seit 2008 der Mann hinter dem grössten Berufs-Dating-Netzwerk im DACH-Raum. Tommy Honold bringt mit gastrosingles.de Köche, Sommeliers, Servicekräfte und Wirte zusammen, die wissen, wie Schichtdienst, Sonntagsservice und der Druck am Pass wirklich wiegen.

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