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Auszubildender Metallbauer schweißt Stahlrohr in Lehrwerkstatt, Schutzhelm und Schweißerschutz
handwerksberufe2026-06-12

Metallbauer-Ausbildung 2026: Dauer, Inhalte & Vergütung

2.400 monatliche Suchanfragen zeigen: Die Ausbildung zum Metallbauer interessiert viele. Hier gibt es alle Fakten – Dauer, Lehrjahr-Vergütungen, drei Fachrichtungen und was nach dem Gesellenbrief möglich ist.

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Wie lange dauert die Metallbauer-Ausbildung?

Die duale Ausbildung zum Metallbauer dauert 3,5 Jahre. Im ersten Jahr werden gemeinsame Grundlagen für alle drei Fachrichtungen vermittelt, die Spezialisierung beginnt im zweiten Lehrjahr. Mit guten Leistungen ist eine Verkürzung auf 3 Jahre möglich.

Wer Metallbauer werden will – früher hätte man gesagt Schlosser –, wählt einen Beruf mit langer Tradition und echter Jobsicherheit. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre, schließt drei grundverschiedene Fachrichtungen ein und endet mit einem Gesellenbrief, der bundesweit anerkannt ist. Der Fachkräftemangel macht Absolventen derzeit zu begehrten Kandidaten auf dem Arbeitsmarkt.

Metallbauer oder Schlosser: Was wird man heute?

Der Begriff „Schlosser" ist kein offizieller Ausbildungsberuf mehr. Seit 1989 heißt der Beruf Metallbauer/in – bundesweit anerkannt, drei Fachrichtungen. Im Alltag und in vielen Stellenanzeigen ist „Schlosser" noch immer präsent, gemeint ist immer dasselbe.

Die drei Fachrichtungen im Überblick:

  • Konstruktionstechnik: die häufigste Fachrichtung. Stahlkonstruktionen für Gebäude, Treppen, Geländer, Fassadenelemente, Carports. Wer hier arbeitet, ist sowohl in der Werkstatt als auch auf der Montage unterwegs.
  • Metallgestaltung: die handwerklich-künstlerische Richtung. Zäune, Tore, Ornamente, Designmöbel, Grabmäler, Kunstobjekte aus Metall. Nähe zur alten Schmiedekunst – hoher Gestaltungsanteil.
  • Nutzfahrzeugbau: technisch und industrienah. Aufbauten für Lkw, Kühlkofferstrukturen, Spezialfahrzeuge für Feuerwehr, Kommunen oder Landwirtschaft. Oft in größeren Betrieben mit Tarifbindung.

Die Wahl der Fachrichtung beeinflusst nicht nur den Berufsalltag, sondern auch das spätere Gehalt. Details dazu gibt es im Artikel Metallbauer-Gehalt.

Dauer und Ablauf der Ausbildung

Die duale Ausbildung dauert 3,5 Jahre. Im ersten Lehrjahr lernen alle Metallbauer-Azubis dieselben Grundlagen: Feilen, Bohren, Schweißen (MIG/MAG und E-Hand), Messen, Werkstoffkunde, Arbeitssicherheit. Das schafft eine gemeinsame Basis – und ermöglicht später auch Fachrichtungswechsel in Ausnahmefällen.

Ab dem zweiten Lehrjahr beginnt die Spezialisierung. Wer Konstruktionstechnik gewählt hat, arbeitet an Stahlkonstruktionen und lernt CNC-Brennschneiden, Schweißtechnik nach Norm und Montage. In der Metallgestaltung kommen Schmiedetechniken und Oberflächenbehandlung hinzu. Im Nutzfahrzeugbau stehen Fahrzeugaufbaukonstruktion und zulassungsrelevante Vorschriften auf dem Lehrplan.

Die Berufsschule findet ein- bis zweimal pro Woche statt; in manchen Bundesländern gibt es Blockunterricht. Am Ende steht die Gesellenprüfung vor der zuständigen Handwerkskammer – in zwei Teilen: eine praktische Prüfungsarbeit und ein theoretischer Teil.

Eine Verkürzung auf 3 Jahre ist mit mittlerer Reife bei guten Leistungen möglich. Wer Abitur mitbringt und den Betrieb überzeugt, kann die Ausbildungsdauer auf 2,5 Jahre reduzieren.

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Ausbildungsvergütung 2026: Lehrjahr für Lehrjahr

Die Vergütung richtet sich nach dem jeweiligen Tarifvertrag. Im Metallbauhandwerk gelten laut aktuellen HWK-Tarifangaben folgende Sätze:

LehrjahrMonatliche Vergütung (brutto)
1. Lehrjahr927 €
2. Lehrjahr1.000 €
3. Lehrjahr1.091 €
4. Lehrjahr1.164 €

In der Metall- und Elektroindustrie (IG Metall M+E Tarifgebiet) liegen die Sätze spürbar höher – laut ausbildung.de bis zu 1.329 € im vierten Lehrjahr. Das sind rund 165 € mehr pro Monat gegenüber dem Handwerkstarif – über die gesamte Ausbildung summiert sich das auf fast 4.000 € brutto Unterschied.

Nicht-tarifgebundene Betriebe zahlen teils weniger. Bei der Betriebswahl lohnt es sich, konkret nach Tarifbindung zu fragen.

Voraussetzungen: Was man mitbringen sollte

Formal reicht ein Hauptschulabschluss. Die Realität sieht oft anders aus: Viele Betriebe setzen mittlere Reife voraus, größere Industrieunternehmen bevorzugen Realschüler oder Abiturienten.

Entscheidender als der Schulabschluss sind:

  • Technisches Grundverständnis (Mathematik, Physik, Geometrie)
  • Handwerkliches Geschick und Sorgfalt beim Messen
  • Körperliche Belastbarkeit (Stehen, Heben, Arbeiten in schwierigen Positionen)
  • Bereitschaft zur Arbeit mit Hitze und lauter Umgebung (Schleifer, Schweißen)

Viele Betriebe bieten Schnupperpraktika an – das ist der direkteste Weg, um zu prüfen, ob die Arbeit und der Betrieb zueinanderpassen.

Was in der Berufsschule gelehrt wird

Die Berufsschule vermittelt die theoretischen Grundlagen: Werkstoffkunde (Stahl, Aluminium, Edelstahl), technisches Zeichnen und CAD-Grundlagen, Schweißtechniken nach DVS-Normen, Statik-Grundlagen, Sicherheitsvorschriften nach UVV und DGUV. Ab dem zweiten Lehrjahr kommen fachrichtungsspezifische Inhalte hinzu.

Wer in der Berufsschule regelmäßig gute Noten schreibt, verbessert seine Chancen auf eine Verkürzung und hat beim Gesellenstück einen klaren Vorteil.

Übernahme und Jobperspektiven nach der Ausbildung

Die Übernahmequote im Metallbauhandwerk ist solide. 65–75 % der Azubis erhalten nach der Gesellenprüfung ein Übernahmeangebot – wer nicht bleibt, findet beim aktuellen Fachkräftemangel rasch anderswo eine Stelle.

Wer nach der Ausbildung wechseln möchte – etwa vom Handwerksbetrieb in die Industrie –, kann mit einem deutlichen Gehaltssprung rechnen. Die Grundlage ist dieselbe, die Tarifverträge sind verschieden.

Gehalt, Aufstiegswege und regionale Unterschiede sind ausführlich im Artikel Metallbauer-Gehalt beschrieben. Den Gesamtüberblick über den Beruf gibt der Hub Metallbauer – Beruf, Ausbildung und Karriere.

Ausbildung abgeschlossen – und dann?

Nach dem Gesellenbrief sind die Optionen breit: Berufserfahrung sammeln, schweißtechnische Zertifikate nachholen (DVS, WIG), Meisterkurs anmelden oder ein Studium im Bereich Maschinenbau oder Konstruktionstechnik beginnen. Wer bei einem kleinen Schlossereibetrieb ausgebildet wurde, kann für die Gesellenjahre auch in einen Nutzfahrzeughersteller wechseln – mehr Gehalt, andere Arbeitszeiten.

Für alle, die nach Ausbildung und ersten Berufsjahren auch das Privatleben auf solide Füße stellen wollen: Handwerksingles.de kennt die Welt der Handwerksazubis gut. Im Artikel Azubi-Dating im Handwerk geht es darum, wie man auch während der Ausbildung Beziehungen aufbaut.

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Das Wichtigste

  • Vergütung steigt konsequent: Von 927 € im ersten auf 1.164 € im vierten Lehrjahr – im Handwerk. Bei tarifgebundenen Industrieunternehmen sind es bis zu 1.329 €, also rund 165 € mehr im letzten Lehrjahr.
  • Fachrichtung früh entscheiden: Ab dem zweiten Lehrjahr trennen sich die Wege. Wer nicht weiß, welche Fachrichtung zu ihm passt, sollte vor der Ausbildung ein Praktikum machen.
  • Übernahme fast sicher: Der Fachkräftemangel im Metallbau macht gut ausgebildete Gesellen zu begehrten Kandidaten – die Jobsuche dauert selten länger als ein paar Wochen.

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Häufige Fragen

Tommy Honold — Autor beim Handwerksingles Magazin

Tommy Honold

Küchenmeister, Gründer & Dating-Experte

Küchenmeister, Marine-Feldkoch, CEO — und seit 2008 der Mann hinter dem grössten Berufs-Dating-Netzwerk im DACH-Raum. Tommy Honold bringt mit gastrosingles.de Köche, Sommeliers, Servicekräfte und Wirte zusammen, die wissen, wie Schichtdienst, Sonntagsservice und der Druck am Pass wirklich wiegen.

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