Der Bau ist kein Beruf, in dem man über Gehalt hinwegsieht. Maurer arbeiten hart, früh und oft unter schwierigen Bedingungen — dann soll der Lohnzettel stimmen. Was stimmt er eigentlich?
Hier kommen die konkreten Zahlen für 2026, alle auf Basis echter Quellen: Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, Bau-Tarifvertrag (IG Bau/ZDB) und aktuelle Marktdaten.
Bau-Mindestlohn und Tariflohn: Was gilt wirklich?
Zunächst zur wichtigsten Unterscheidung: Es gibt zwei relevante Lohnuntergrenzen im Bauhauptgewerbe.
Der allgemeinverbindliche Bau-Mindestlohn gilt seit Januar 2026 mit 13,90 Euro brutto pro Stunde. Er greift für alle gewerblichen Arbeitnehmer — also auch für ungelernte Helfer. Das ist die absolute Untergrenze.
Der Tariflohn für ausgelernte Fachkräfte liegt deutlich höher. In Lohngruppe 3, in die ein ausgelernte Maurer eingruppiert wird, sind es ab April 2026 23,97 Euro pro Stunde. Bei einer 40-Stunden-Woche und 4,33 Wochen im Monat ergibt das rechnerisch rund 4.155 Euro brutto monatlich.
Diese Erhöhung (+3,9 % gegenüber dem Vorjahr) ist Teil des Tarifabschlusses mit einer Laufzeit von April 2024 bis März 2027. Gleichzeitig hat dieser Abschluss die vollständige Ost-West-Angleichung abgeschlossen: Maurer in Brandenburg, Sachsen oder Thüringen bekommen seit April 2026 denselben Tariflohn wie in Bayern oder NRW.
Was Maurer tatsächlich verdienen: Medianwerte
Der Tariflohn ist eine Sache, der Marktlohn eine andere. Nicht jeder Betrieb zahlt exakt nach Tarif — besonders in kleinen Unternehmen gibt es Abweichungen in beide Richtungen.
Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, der auf tatsächlich gemeldeten Beschäftigungsverhältnissen basiert, zeigt für Maurer/innen folgende Verteilung:
- Median: 3.709 Euro brutto/Monat
- Unteres Viertel: 3.144 Euro (25 % der Beschäftigten verdienen weniger)
- Oberes Viertel: 4.177 Euro (25 % der Beschäftigten verdienen mehr)
Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt branchenüblich zwischen 2.700 und 3.200 Euro. Wer in einem tariftreuen Betrieb landet, steigt direkt beim Tariflohn ein — also deutlich höher.







