Die Ausbildung zum Gebäudereiniger oder zur Gebäudereinigerin führt direkt in Deutschlands beschäftigungsstärkstes Handwerk. 700.000 Fachkräfte arbeiten in der Branche – Ausgebildete werden gesucht. Wer die Ausbildung abschließt, hat einen klaren Einstieg und konkrete Aufstiegsmöglichkeiten, die viele nicht kennen.
Was die Ausbildung umfasst
Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Betrieb und Berufsschule wechseln sich ab – in den meisten Bundesländern ein bis zwei Berufsschultage pro Woche, der Rest im Betrieb. Einige Kammern bieten Blockunterricht an.
Das erste Lehrjahr legt die Grundlagen: Reinigungsmittelkunde, Maschinenkunde, Arbeitssicherheit und Hygiene. Auszubildende lernen, wie verschiedene Oberflächen auf welche Mittel und Methoden reagieren – das ist mehr Chemie und Physik als man denkt.
Ab dem zweiten Lehrjahr beginnt die Spezialisierung. Wer im Betrieb Glasreinigung lernt, taucht ein in Abziehertechniken, Zugangsgeräte und die Arbeit in der Höhe. Wer Industriereinigung macht, lernt Sicherheitsvorschriften für Produktionsumgebungen, Tankreinigung und Desinfektionsprotokoll.
Im dritten Lehrjahr kommen Kalkulation und Kundenumgang dazu – weil Gebäudereiniger direkt beim Auftraggeber arbeiten und Abnahmen durchführen. Das bereitet auf Kolonnenführung und Objektleitung vor.
Vergütung 2026: Lehrjahr für Lehrjahr
Der Tarifvertrag des Bundesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks legt die Ausbildungsvergütung fest. Ab Januar 2025 gelten folgende Sätze:
| Lehrjahr | Monatliche Vergütung (brutto) |
|---|---|
| 1. Lehrjahr | 1.000 € |
| 2. Lehrjahr | 1.150 € |
| 3. Lehrjahr | 1.300 € |
Das sind Tarifsätze – viele Betriebe, besonders größere Unternehmen, zahlen darüber. Vor Ausbildungsbeginn lohnt sich der Vergleich zwischen mehreren Betrieben.







