Wer Landschaftsgärtner werden will, wählt einen Beruf, der mehr als Rasen mähen bedeutet. Die Ausbildung verbindet Pflanzenkunde, Tiefbau, Planung und Kundenkontakt – und das größtenteils im Freien. Genau das macht sie für viele attraktiv, auch wenn die Vergütung lange hinter anderen Handwerksberufen zurücklag. Mit den GaLaBau-Tariferhöhungen 2025/2026 hat sich das verbessert.
Der offizielle Ausbildungsberuf
Die korrekte Bezeichnung lautet Gärtner/in mit der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau – kurz GaLaBau. Daneben gibt es weitere Gärtner-Fachrichtungen (Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Gemüsebau, Obstbau, Zierpflanzenbau), aber der GaLaBau ist die größte und bekannteste.
Bundesweit gibt es laut Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) mehr als 3.000 Ausbildungsbetriebe. Die Betriebe reichen vom kleinen Familienbetrieb mit drei Leuten bis zum überregionalen Unternehmen mit eigenem Fuhrpark.
Dauer und Ablauf der Ausbildung
Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre. Das erste Lehrjahr vermittelt Grundlagen, die für alle Gärtner-Fachrichtungen gelten: Pflanzenkunde, Bodenkunde, Aussaat und Pflanzung, einfache Werkzeugkunde. Ab dem zweiten Lehrjahr wird es fachrichtungsspezifisch: Pflastern, Mauern, Geländemodellierung, Teichbau, Sportplatz- und Spielflächenbau.
Die Berufsschule findet je nach Bundesland ein- bis zweimal pro Woche oder im Blockunterricht statt. Im Winter – wenn die Außenbaustellen weniger werden – ist Blockunterricht besonders verbreitet.
Eine Verkürzung auf 2,5 Jahre ist mit mittlerer Reife und guten Leistungen möglich. Der Antrag läuft über die zuständige Kammer (je nach Bundesland Handwerkskammer oder Landwirtschaftskammer), Betrieb und Berufsschule stimmen zu.







