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Maler streicht eine helle Fassade mit einer Farbrolle auf einem Gerüst, sonniger Tag
handwerksberufe2026-06-12

Maler & Lackierer: Beruf, Ausbildung, Gehalt & Fassadenzukunft

Maler und Lackierer gestalten Räume, schützen Fassaden und treiben die energetische Sanierung voran. Was der Beruf heute leistet, was er bringt und warum die Branche 2026 boomt.

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Wie viel verdient ein Maler und Lackierer in Deutschland?

Der Median liegt laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bei rund 3.146 € brutto im Monat. Das untere Quartil beginnt bei 2.843 €, das obere Quartil reicht bis 3.536 €. Mit Meisterbrief sind 4.000 € und mehr realistisch.

Millionen Fassaden in Deutschland warten auf Dämmung, Renovierung oder Schutzanstrich. Das Gebäudeenergiegesetz macht energetische Sanierung zum politischen Dauerthema. Wer in diesem Beruf steckt, spürt das täglich: Die Auftragsbücher sind voll, Fachkräfte knapp. Der Maler und Lackierer ist längst mehr als ein Handwerker mit Farbrolle – er ist Dämmtechniker, Materialspezialist und Gestalter in einem.

Was Maler und Lackierer heute tun

Der Beruf hat sich in den letzten Jahren deutlich verbreitert. Das klassische Bild – Pinsel, Walze, Wandfarbe – trifft nur noch auf einen Teil des Berufsalltags zu. Wer heute eine Malerlehre macht, arbeitet je nach Fachrichtung auf völlig unterschiedlichen Baustellen.

Gestaltung und Instandhaltung ist die häufigste Fachrichtung. Hier geht es um Tapezieren, Streichen, Lackieren von Innenräumen und Außenfassaden, Verlegen von Bodenbelägen und das Aufbringen von Wärmedämmverbundsystemen (WDVS). Wer WDVS beherrscht, wird seit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) auf nahezu jeder Sanierungsbaustelle gebraucht.

Bauten- und Korrosionsschutz ist industrieller ausgerichtet. Brücken, Stahlkonstruktionen, Windkraftanlagen, Tankbehälter – überall dort, wo Metall vor Rost und Witterung geschützt werden muss, sind Spezialisten dieser Fachrichtung am Werk. Die Arbeit ist körperlich anspruchsvoll, oft auf Gerüsten oder in Höhen, und wird entsprechend vergütet.

Kirchenmalerei und Denkmalpflege ist die kleinste, aber handwerklich anspruchsvollste Fachrichtung. Fresken restaurieren, historische Ornamentik rekonstruieren, Stuck ausbessern – hier ist Kunstverstand genauso gefragt wie technisches Materialwissen. Wer diesen Weg wählt, arbeitet häufig an einzigartigen Objekten.

Ausbildung: Drei Jahre für einen breiten Beruf

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual aufgebaut – Betrieb und Berufsschule wechseln sich ab. Das erste Jahr vermittelt gemeinsame Grundlagen: Oberflächenvorbereitung, Farbenlehre, Materialkunde, Arbeitssicherheit. Ab dem zweiten Lehrjahr beginnt die fachrichtungsspezifische Vertiefung.

Alle Details zur Ausbildungsstruktur, Vergütung und Berufsschule gibt es im Artikel Maler-Ausbildung.

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Gehalt: Was der Beruf einbringt

Der Median-Verdienst für Maler und Lackierer liegt laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bei 3.146 € brutto monatlich. Das untere Quartil – also ein Viertel der Beschäftigten, die weniger verdienen – liegt bei 2.843 €, das obere Quartil bei 3.536 €.

Der neue Tarifvertrag bringt schrittweise Verbesserungen: Der Ecklohn stieg bereits im April 2025 auf 19,42 €/Stunde, ab Juni 2026 gilt ein Ecklohn von 20,00 €/Stunde. Damit nähert sich das Malerhandwerk dem Lohnniveau anderer Baugewerke deutlich an.

Alle Zahlen nach Region und Erfahrungsjahren gibt es im Artikel Maler-Gehalt.

Karrierewege nach dem Gesellenbrief

Der Gesellenbrief ist der Start, kein Ende. Wer im Malerhandwerk weiterkommen will, hat klare Optionen:

Meister: Die Königsdisziplin. Mit Meisterbrief kann man eigene Azubis ausbilden, einen Betrieb führen und steigt gehaltstechnisch auf ein anderes Level. Vorbereitungszeit: 1–2 Jahre je nach Lehrgang.

Farbtechniker und Raumgestalter: Eine Spezialisierung, die gestalterische Kompetenz mit technischem Know-how verbindet. Besonders gefragt bei Innenarchitekturbüros und großen Malerbetrieben.

WDVS-Fachkraft: Eine Zusatzqualifikation, die derzeit auf dem Markt besonders nachgefragt wird. Wer energetische Sanierungen leiten kann, verhandelt Gehalt von einer ganz anderen Ausgangsposition.

Denkmalpflege-Spezialisierung: Wer die Fachrichtung Kirchenmalerei absolviert hat, kann sich über Meisterkurs und einschlägige Weiterbildungen auf Restaurierungsarbeiten spezialisieren – ein Nischenmarkt mit wenig Konkurrenz.

Warum WDVS den Beruf verändert hat

Das Wärmedämmverbundsystem ist für Malerbetriebe das geworden, was die Photovoltaik für Elektriker ist: ein strukturell wachsendes Auftragsfeld, das neue Qualifikationen verlangt. Wer ein WDVS fachmännisch anbringt, klebt Dämmplatten, verputzt, armiert und streicht – ein Arbeitsgang, der Materialkunde, Statikverständnis und Präzision vereint.

Der staatliche Förderrahmen durch die KfW und das BAFA sorgt dafür, dass dieser Markt nicht wegbricht, solange die Gebäude sanierungsbedürftig bleiben – und das werden sie noch Jahrzehnte lang.

Handwerk, Verlässlichkeit und das Privatleben

Wer täglich Farbe mit Können aufträgt, Räume verwandelt und Fassaden schützt, bringt eine Bodenhaftung mit, die sich auch im Alltag zeigt. Handwerksingles.de ist für genau solche Menschen gebaut – Singles im Handwerksumfeld, die wissen, was sie wollen. Den vollständigen Überblick bietet der Partnersuche-Guide für Handwerker.

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Das Wichtigste

  • WDVS-Boom als Jobgarant: Wärmedämmverbundsysteme sind ein Milliardenmarkt – Malerbetriebe fehlen flächendeckend, wer WDVS beherrscht, ist praktisch unkündbar.
  • Ecklohn ab Juni 2026 bei 20 € pro Stunde: Der neue Tarifvertrag bringt bis 2027 schrittweise Lohnerhöhungen – der Stundenlohn nähert sich dem Niveau anderer Baugewerke an.
  • Drei Fachrichtungen, drei Karrierepfade: Ob Innengestaltung, Korrosionsschutz oder Denkmalpflege – wer früh die richtige Nische wählt, hat klare Wettbewerbsvorteile.

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Häufige Fragen

Tommy Honold — Autor beim Handwerksingles Magazin

Tommy Honold

Küchenmeister, Gründer & Dating-Experte

Küchenmeister, Marine-Feldkoch, CEO — und seit 2008 der Mann hinter dem grössten Berufs-Dating-Netzwerk im DACH-Raum. Tommy Honold bringt mit gastrosingles.de Köche, Sommeliers, Servicekräfte und Wirte zusammen, die wissen, wie Schichtdienst, Sonntagsservice und der Druck am Pass wirklich wiegen.

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