Zum Inhalt springen
Handwerksingles MagazinHandwerksingles Magazin
Raumausstatter vermisst Polsterstoff in Werkstatt, Musterbücher und Materialproben auf Tisch
handwerksberufe2026-06-12

Raumausstatter-Gehalt 2026: Was Gesellen und Meister verdienen

Was verdient ein Raumausstatter wirklich? Entgeltatlas-Zahlen, Einstiegsgehälter, regionale Unterschiede und was ein Meisterbrief beim Verdienst ausmacht – alle Fakten für 2026.

Von ·

Was verdient ein Raumausstatter im Durchschnitt?

Der Median liegt laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bei 2.943 € brutto monatlich (Vollzeit). Das untere Quartil beginnt bei rund 2.400 €, das obere Quartil reicht bis knapp 3.900 €. Mit Meisterbrief sind im oberen Quartil laut Entgeltatlas 4.892 € drin.

Das Raumausstatter-Gehalt ist ehrlicher als sein Ruf. Wer mit dem Beruf liebäugelt und nach Zahlen sucht, findet schnell Angaben von 2.200 € bis 4.500 € – ohne Erklärung, wer genau was unter welchen Bedingungen verdient. Die Bundesagentur für Arbeit liefert dazu belastbare Daten aus dem Entgeltatlas, ergänzt durch aktuelle Marktbeobachtungen.

Median-Gehalt nach Entgeltatlas 2026

Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit (Datenbasis 2024, Berufsgattung 4403 „Berufe in der Raumausstattung – fachlich ausgerichtete Tätigkeiten") liegt der Median bei 2.943 € brutto monatlich für sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte.

Die Verteilung sieht so aus:

EinkommensstufeMonatliches Bruttogehalt
Unteres Quartil (25 %)~2.400 €
Median (50 %)2.943 €
Oberes Quartil (75 %)~3.900 €

Das heißt: Ein Viertel aller Raumausstatter verdient mehr als 3.900 €, ein Viertel weniger als 2.400 €. Die Mitte liegt bei knapp unter 3.000 €.

Das Portal gehalt.de (auf Basis eingepflegter Gehaltsangaben) kommt auf einen etwas höheren Median von 3.437 € – wahrscheinlich weil dort häufiger erfahrene Fachkräfte Daten einpflegen und weil die Stichprobe die Bundesagentur-Erhebung nicht eins zu eins spiegelt.

Einstiegsgehalt: Was frisch Ausgelernte realistisch erwarten

Mit dem Gesellenbrief in der Tasche beginnen Raumausstatter je nach Region und Betrieb mit 2.400 bis 2.800 € brutto monatlich. In tarifgebundenen Betrieben oder in bayerischen und Baden-Württemberger Großstädten sind 2.900 bis 3.100 € als Einstieg möglich.

Wichtig: Im Handwerk ist Tarifbindung nicht selbstverständlich. Viele kleinere Betriebe zahlen nach eigenem Ermessen. Wer bei der Stellensuche gezielt nach Tarifbindung fragt, verhandelt von einer besseren Basis.

Nach drei bis fünf Jahren Berufserfahrung – besonders mit einer klaren Spezialisierung – ist ein Anstieg auf 3.200 bis 3.700 € realistisch.

Du suchst Singles aus dem Handwerk?

Jetzt kostenfrei anmelden

Regionale Unterschiede: Die Gehaltslandkarte

Das Handwerk zeigt regional deutliche Unterschiede. Azubi-Gehaltsdaten (azubi.de, Datenbasis 2025/2026) geben erste Hinweise auf das West-Ost-Gefälle:

Spitze: Baden-Württemberg (758 € Azubi-Vergütung im 1. Lehrjahr), Bayern (736 €) Schlusslicht: Brandenburg (557 €), Berlin (661 €)

Auf die Gesellenebene hochgerechnet gilt dieselbe Logik. Wer im süddeutschen Raum arbeitet, verdient im Median schätzungsweise 300–600 € mehr als in ostdeutschen Bundesländern. Das macht auf ein Jahr gerechnet bis zu 7.200 € brutto Unterschied.

Wer keine familiären Bindungen hat und flexibel ist, sollte diese Zahl bei der Betriebswahl einkalkulieren.

Mit Meisterbrief: Deutlicher Sprung nach oben

Der Meisterbrief ist beim Raumausstatter-Gehalt der größte Hebel. Laut Entgeltatlas (Beruf 4404 Raumausstattermeister/in) liegt das obere Quartil bei 4.892 €. Das untere Quartil beginnt bei 2.976 €, was zeigt: Meister in kleinen Betrieben verdienen nicht automatisch mehr – aber nach oben ist erheblich mehr Luft.

Wer als Meister eine eigene Werkstatt oder einen Handwerksbetrieb aufbaut und Kunden im gehobenen Wohnungssegment, im Hotelbau oder in der Objektausstattung bedient, kann den Median dauerhaft übertreffen.

Spezialisierung als Gehaltstreiber

Zwei Felder lohnen sich besonders:

Gewerbliche Objekte und Großprojekte (Hotels, Büros, Praxen, Konferenzräume): Hier sind Auftragsvolumen und Komplexität höher, was sich direkt auf die Vergütung auswirkt. Wer Projektkoordination übernehmen kann, ist wertvoller.

Historische Restaurierungen und Luxussegment: Polsterer mit Erfahrung in der Restaurierung antiker Möbel oder mit Kenntnissen historischer Techniken sind Spezialisten – und werden entsprechend bezahlt.

Beide Felder verlangen mehr als Grundkenntnisse. Sie öffnen aber die Tür zu einer Klientel, die für Qualität zahlt.

Vergleich mit anderen Ausbaugewerken

Innerhalb des Handwerks steht der Raumausstatter eher im unteren Mittelfeld:

  • Elektriker (Energie und Gebäudetechnik): Median 3.765 € laut Entgeltatlas
  • Anlagenmechaniker SHK: Median ~3.700–3.900 €
  • Fliesenleger: Median ähnlich wie Raumausstatter, regional variabel
  • Raumausstatter: Median 2.943 €

Der geringere Median erklärt sich teils durch die Kleinteiligkeit der Branche: Viele Raumausstatter arbeiten in kleinen Handwerksbetrieben ohne Tarifbindung. Wer in größeren Unternehmen oder gewerblichen Projekten landet, nähert sich den SHK-Werten deutlich an.

Gut verdienen im Beruf mit Stil

Wer als Raumausstatter in einem guten Betrieb arbeitet, sich weiterbildet und den Meisterbrief anstrebt, kann ein solides und wachsendes Einkommen aufbauen. Alle Details zur Ausbildung und Vergütung als Azubi stehen im Artikel Raumausstatter-Ausbildung. Den Gesamtüberblick über den Beruf bietet der Hub Raumausstatter – Beruf, Ausbildung und Karriere.

Und wer bei allem Können im Beruf auch privat gut aufgestellt sein möchte: Handwerksingles.de kennt die Welt der Handwerker – den Überblick bietet der Partnersuche-Guide für Handwerker.

Genug gelesen?

Finde Singles, die deinen Alltag verstehen.

Jetzt kostenfrei mitmachen

Das Wichtigste

  • Entgeltatlas-Median 2.943 €: Das ist das amtliche Bild – real liegen erfahrene Gesellen mit gutem Betrieb und Spezialisierung spürbar darüber.
  • Meisterbrief = klarer Gehaltssprung: Oberes Quartil laut Entgeltatlas bei 4.892 € – und wer einen eigenen Betrieb führt, ist nach oben offen.
  • Region zählt: Bayern und Baden-Württemberg zahlen im Handwerk deutlich besser als ostdeutsche Bundesländer – die Spanne kann 500 € monatlich und mehr betragen.

Finde deinen Match-Typ

Was ist dein Handwerksberuf?

Häufige Fragen

Tommy Honold — Autor beim Handwerksingles Magazin

Tommy Honold

Küchenmeister, Gründer & Dating-Experte

Küchenmeister, Marine-Feldkoch, CEO — und seit 2008 der Mann hinter dem grössten Berufs-Dating-Netzwerk im DACH-Raum. Tommy Honold bringt mit gastrosingles.de Köche, Sommeliers, Servicekräfte und Wirte zusammen, die wissen, wie Schichtdienst, Sonntagsservice und der Druck am Pass wirklich wiegen.

Raumausstatter — Ausbildung, Gehalt & Gestaltung

Berufsbild Raumausstatter: Ausbildung, Gehalt und Kreativarbeit zwischen Boden, Polster und Wand — plus Dating-Tipps.

Weitere Artikel

Jetzt kostenfrei mitmachen