Wer Räume nicht nur einrichten, sondern wirklich gestalten will, ist beim Raumausstatter-Beruf richtig. Tapezieren, Böden verlegen, Möbel polstern, Sonnenschutzsysteme montieren – dieser Beruf ist breiter als sein Name vermuten lässt. Und er ist handwerklich anspruchsvoller, als viele denken.
Was Raumausstatter heute machen
Der Beruf ist aus drei älteren Handwerken entstanden: Tapezierer, Polsterer und Dekorateur wurden zum modernen Raumausstatter zusammengeführt. Das erklärt die große Bandbreite der Tätigkeiten.
Boden ist für viele Raumausstatter der häufigste Arbeitsbereich: Teppiche, Laminat, Parkett, PVC, Linoleum – alles, was auf dem Boden liegt und verlegt werden muss. Messgenauigkeit und sorgfältige Verarbeitung sind hier Pflicht.
Polstern umfasst Restaurierungen von Altmöbeln, Neupolsterungen von Sitz- und Liegemöbeln sowie die Arbeit mit verschiedenen Schaumstoffen, Federn und Bezugsstoffen. Dieser Schwerpunkt ist handwerklich sehr vielseitig.
Wand und Decke – also Tapezieren, Verkleidungen montieren, Oberflächengestaltung – gehört zum klassischen Kerngeschäft. Moderne Varianten reichen von strukturierten Vliestapeten bis zu handwerklichen Putztechniken.
Raumdekoration schließt Gardinen, Vorhänge, textile Raumteiler und Dekostoffe ein. Hier ist Stilgefühl gefragt.
Licht-, Sicht- und Sonnenschutz: Jalousien, Rollos, Plissees, Markisen – Montage, Anpassung und Beratung gehören dazu. Technisches Verständnis ist hier genauso gefragt wie ästhetisches.
Ausbildung: Drei Jahre mit Schwerpunktwahl
Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre. Im ersten Lehrjahr lernen alle Raumausstatter-Azubis dieselben Grundlagen: Werkzeugkunde, Grundtechniken des Tapezierens, Bodenbelegens und Polsterns, dazu Material- und Farbenlehre.
Vor Beginn des zweiten Lehrjahrs fällt die Schwerpunktentscheidung – einer der fünf Bereiche wird zur Spezialisierung. Das beeinflusst sowohl die Berufsschul-Kurse als auch die Abschlussprüfung.
Alle Details zur Vergütung, zu Voraussetzungen und zum Berufsschulalltag stehen im Artikel Raumausstatter-Ausbildung.







