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Malermeister begutachtet fertige Fassade eines Wohnhauses, Farbroller in der Hand, Vorstadt
handwerksberufe2026-06-12

Maler-Gehalt 2026: Was Maler und Lackierer verdienen

Maler und Lackierer verdienen im Median 3.146 € brutto – aber die Spanne ist groß. Was Region, Fachrichtung und Tarifbindung ausmachen, zeigen aktuelle Zahlen aus dem Entgeltatlas 2024.

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Wie viel verdient ein Maler und Lackierer durchschnittlich?

Der Median liegt laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit (Datenbasis 2024) bei 3.146 € brutto monatlich. Das untere Quartil beginnt bei 2.843 €, das obere Quartil reicht bis 3.536 €. Der neue Tarifvertrag bringt schrittweise Erhöhungen bis 2027.

Beim Maler-Gehalt liegen pauschale Aussagen oft daneben. Wer „Maler Gehalt" sucht, findet Zahlen zwischen 2.000 € und 5.000 € – ohne Kontext nutzlos. Tatsächlich hängt der Verdienst von drei Faktoren ab: Tarifbindung des Betriebs, Region und Berufserfahrung. Mit den aktuellen Zahlen aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit und dem neuen Tarifvertrag 2025 lässt sich das konkret einordnen.

Was der Entgeltatlas sagt

Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit (Datenbasis 2024) weist für die Berufsgruppe Maler/innen und Lackierer/innen folgende Werte aus:

KennzahlBetrag (brutto/Monat)
Unteres Quartil2.843 €
Median3.146 €
Oberes Quartil3.536 €

Das bedeutet: Ein Viertel der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Maler und Lackierer in Vollzeit verdient mehr als 3.536 € – das andere Viertel liegt unter 2.843 €. Die mittleren 50 % bewegen sich zwischen diesen beiden Marken.

Zum Vergleich: Der gesamtdeutsche Median über alle Berufe lag 2024 bei 4.013 € (laut Bundesagentur für Arbeit). Das Malerhandwerk liegt damit spürbar darunter – was den Druck auf die Tarifparteien erklärt, der 2025 zu einem deutlichen Abschluss geführt hat.

Tarifvertrag 2025: Schrittweise Erhöhungen bis 2027

Der im April 2025 abgeschlossene Tarifvertrag für das Maler- und Lackiererhandwerk bringt für rund 200.000 Beschäftigte konkrete Verbesserungen:

Ecklohn-Entwicklung (West):

  • Ab 1. April 2025: 19,10 €/Stunde
  • Ab 1. April 2025 (weiterer Schritt): 19,42 €/Stunde (+2,9 %)
  • Ab 1. Januar 2026: 19,40 €/Stunde
  • Ab 1. Juni 2026: 20,00 €/Stunde (+3,0 %)
  • Ab 1. Juli 2027: weiterer Anstieg geplant (Angleichung Ost/West)

Der Branchenmindestlohn für gelernte Arbeitnehmer gilt seit 1. Juli 2025 bundeseinheitlich mit 15,55 €/Stunde und steigt ab 1. Juli 2027 auf 16,13 €/Stunde (laut Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen im Maler- und Lackiererhandwerk, allgemeinverbindlich ab 28.07.2025).

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Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

Mit Gesellenbrief starten Maler und Lackierer je nach Betrieb und Region mit 2.400 bis 2.900 € brutto monatlich. In tarifgebundenen Betrieben mit West-Tariflöhnen liegt das Einstiegsgehalt näher an 2.800–3.000 €. Kleinere Betriebe ohne Tarifbindung zahlen teils weniger – die Frage nach Tarifbindung lohnt sich beim Vorstellungsgespräch.

Nach drei bis fünf Jahren Berufserfahrung und mit ersten Zusatzqualifikationen sind Gehälter von 3.200 bis 3.600 € realistisch.

Regionale Unterschiede

Die geografischen Unterschiede sind beim Malerhandwerk ähnlich wie in anderen Baugewerken ausgeprägt. Bayern und Baden-Württemberg liegen mit Tariflöhnen im oberen Bereich, ostdeutsche Bundesländer darunter – allerdings läuft die Ost-West-Angleichung: Ab 1. Januar 2027 gilt laut Tarifvertrag der gleiche Lohn für Ost und West.

Wer jetzt im Osten tätig ist, kann mit weiteren Steigerungen rechnen. Wer in Süddeutschland arbeitet, profitiert von höheren Stundensätzen, aber auch von höheren Lebenshaltungskosten.

Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz: Besser bezahlt

Wer die Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz gewählt hat, arbeitet oft für Industriekunden, Kommunen oder Infrastrukturprojekte. Diese Auftraggeber zahlen höhere Stundensätze als Privatkunden – entsprechend liegt das Lohnniveau in dieser Fachrichtung spürbar über dem Gesamtmedian der Maler und Lackierer.

Auch die Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege bringt Spezialisten-Prämien: Wer historische Objekte restauriert, ist selten ersetzbar.

Was das Gehalt wirklich erhöht

Neben dem klassischen Weg zum Meisterbrief gibt es Maßnahmen, die schon als Geselle wirken:

Zertifizierte WDVS-Fachkraft: Wärmedämmverbundsysteme sind durch das Gebäudeenergiegesetz und KfW-Förderung ein Dauerauftragssegment. Wer WDVS-Arbeiten leiten kann, verhandelt von einer deutlich besseren Position.

Korrosionsschutz nach ISO 12944: Qualifikation für Industrieaufträge, die wesentlich höhere Stundensätze bringen als Privatkundenprojekte.

Betriebswechsel in die Industrie: Malerbetriebe, die ausschließlich Industrieaufträge abwickeln, zahlen in der Regel besser als reine Privatkunden-Handwerksbetriebe.

Alle Details zur Ausbildung, Vergütung im ersten, zweiten und dritten Lehrjahr und den Übernahmechancen gibt es im Artikel Maler-Ausbildung. Den Gesamtüberblick über den Beruf bietet der Hub Maler und Lackierer – Beruf, Ausbildung, Karriere.

Gut verdienen, das Richtige tun

Wer mit Werkzeug und Farbe Gebäude schützt und verschönert, leistet etwas Sichtbares. Das Malerhandwerk ist kein Glamour-Beruf – aber einer, der zählt. Und wer im Handwerk seinen Platz gefunden hat, findet auf Handwerksingles.de vielleicht auch privat das Richtige: Partnersuche für Handwerker.

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Das Wichtigste

  • Ecklohn erreicht 2026 die 20-Euro-Marke: Der neue Tarifvertrag bringt kontinuierliche Steigerungen – wer in einem tarifgebundenen Betrieb arbeitet, profitiert direkt.
  • Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz zahlt besser: Industriekunden, Brücken- und Stahlbau-Auftraggeber zahlen höhere Stundensätze als klassische Privatkundenbetriebe.
  • WDVS als Gehaltsbooster: Wer das Geschäft mit Wärmedämmverbundsystemen beherrscht, sitzt 2026 an einem Wachstumsmarkt mit echtem Verhandlungsspielraum.

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Häufige Fragen

Tommy Honold — Autor beim Handwerksingles Magazin

Tommy Honold

Küchenmeister, Gründer & Dating-Experte

Küchenmeister, Marine-Feldkoch, CEO — und seit 2008 der Mann hinter dem grössten Berufs-Dating-Netzwerk im DACH-Raum. Tommy Honold bringt mit gastrosingles.de Köche, Sommeliers, Servicekräfte und Wirte zusammen, die wissen, wie Schichtdienst, Sonntagsservice und der Druck am Pass wirklich wiegen.

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