Wer Stuckateur werden will, wählt eine der kürzeren Handwerksausbildungen – und eine der vielfältigsten. Drei Jahre, dann Gesellenbrief, dann sofort gefragt. Die Ausbildungsvergütung liegt im Baugewerbe vergleichsweise hoch, die Übernahmeaussichten sind gut, und der Beruf wächst durch die Energiewende.
Was genau ist der Ausbildungsberuf?
Der vollständige Name des Ausbildungsberufs lautet seit der Neuordnung 1999 Stuckateur und Trockenbauer. Das spiegelt wider, was der Beruf heute abdeckt: klassische Putz- und Stuckarbeit auf der einen Seite, Gipskarton-Konstruktionen, Systemwände und abgehängte Decken auf der anderen.
Im Alltag bleibt „Stuckateur" die übliche Bezeichnung. Betriebe spezialisieren sich teils auf einen der Schwerpunkte, andere bieten alles an. Für die Ausbildung bedeutet das: Wer den Ausbildungsbetrieb gut wählt, bekommt ein breites Handwerksrepertoire mit.
Dauer und Ablauf der Ausbildung
Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre. Betrieb und Berufsschule wechseln sich ab – in manchen Bundesländern im Wochenwechsel, in anderen im Blockmodell.
Im ersten Lehrjahr stehen Grundlagen auf dem Programm: Putzarten und ihre Verarbeitung, Baukunde, einfache Trockenbaukonstruktionen. Im zweiten und dritten Lehrjahr folgen komplexere Aufgaben – Fassadensysteme, Dämmtechnik, Stuck-Restaurierung, Brandschutz-Konstruktionen.
Eine Verkürzung auf 2,5 Jahre ist mit mittlerer Reife und guten Leistungen möglich. Der Antrag geht über die zuständige Handwerkskammer.
Die Abschlussprüfung (Gesellenprüfung) besteht aus einem praktischen Teil – ein Gesellenstück auf Zeit – und theoretischen Prüfungen in Baukunde, Werkstofflehre und Fachrechnen.







