Beim Landschaftsgärtner-Gehalt scheiden sich die Meinungen. Manche bezeichnen den Beruf als schlecht bezahlt, andere verweisen auf Tariflöhne, Meisterlöhne und die steigende Nachfrage durch Klimaprojekte. Was stimmt? Mit Zahlen aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit und dem aktuellen GaLaBau-Tarifvertrag lässt sich das klären.
Was der Entgeltatlas zeigt
Für den Beruf Gärtner/in – Garten- und Landschaftsbau weist der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit (Datenbasis 2024) folgende Werte aus:
| Kennzahl | Betrag brutto/Monat |
|---|---|
| Unteres Quartil | 2.762 € |
| Median | 3.256 € |
| Oberes Quartil | 3.799 € |
Das bedeutet: Die Hälfte aller sozialversicherungspflichtig beschäftigten Vollzeit-Landschaftsgärtner verdient mehr als 3.256 €, die andere Hälfte weniger. Wer im oberen Viertel landet – also 3.799 € und mehr – hat meist Berufserfahrung, arbeitet in einem gut zahlenden Betrieb oder hat Zusatzqualifikationen vorzuweisen.
Tarifvertrag GaLaBau 2025/2026
Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) und die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) haben sich auf folgende Tariferhöhungen geeinigt:
- Ab 1. Juli 2025: Lohnerhöhung +3,2 %
- Ab 1. Juli 2026: weiteres Plus +3,3 %
Das trifft gewerbliche, kaufmännische und technische Beschäftigte. Konkrete Lohngruppen richten sich nach Qualifikation und Tätigkeit. Wer als Geselle ohne Meistertitel arbeitet, landet typischerweise in den mittleren Lohngruppen – das entspricht nach der Erhöhung Bruttolöhnen von etwa 3.000 bis 3.500 €, je nach Bundesland und Betrieb.







