Beim Karosseriebauer-Gehalt liegt das, was sich viele erhoffen, und das, was tatsächlich auf dem Konto landet, manchmal auseinander. Die Zahlen von Jobportalen schwanken zwischen 2.500 € und 5.000 € – je nach Quelle und Methodik. Mit den Daten aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit lässt sich das genauer einordnen.
Gehaltsübersicht nach Erfahrung
Laut Entgeltatlas (Datenbasis sozialversicherungspflichtige Vollzeitkräfte) liegt die Gehaltsstruktur für Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker bei:
| Gehaltsbereich | Brutto/Monat |
|---|---|
| Unteres Quartil (25 %) | 2.966 € |
| Median (50 %) | ~3.650 € |
| Oberes Quartil (75 %) | 4.537 € |
Das bedeutet: Die Hälfte aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesem Beruf verdient weniger als 3.650 €, die Hälfte mehr. Wer über dem oberen Quartil liegt, gehört zu den besserverdienenden 25 Prozent im Beruf.
Einstiegsgehalt: Was frisch Ausgelernte erwarten können
Mit dem Gesellenbrief starten Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker je nach Region und Betrieb mit 2.600 bis 3.200 € brutto im Monat. In Betrieben mit Tarifbindung (Kfz-Handwerk, IG Metall) sind Gehälter am unteren Quartil von 2.966 € als Ausgangspunkt realistisch – nach Abschluss des Kfz-Handwerk-Tarifvertrags 2025, der ein Plus von 2,3 Prozent ab Juli 2025 brachte.
Kleinere Karosserie-Werkstätten ohne Tarifbindung zahlen teils darunter. Dafür können dort kürzere Wege, flexiblere Arbeitszeiten und eine engere Einbindung in Betriebsentscheidungen stehen – je nach Prioritäten ein valides Abwägungskriterium.
Nach drei bis fünf Jahren Berufserfahrung und mit nachgewiesenen Kenntnissen in modernen Füge- und Reparaturtechniken steigt das Gehalt in der Regel auf 3.200 bis 3.800 €.







