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Auszubildender Schornsteinfeger in schwarzer Berufskleidung beim Klettern auf ein Steildach mit Kehrausrüstung, sonniger Herbsttag
handwerksberufe2026-06-12

Schornsteinfeger-Ausbildung 2026: Dauer, Inhalte & Vergütung

Die Ausbildung zum Schornsteinfeger dauert drei Jahre und verbindet Brandschutz, Messtechnik und Energieberatung. Vergütung, Voraussetzungen, Berufsschule und Übernahmechancen – alle Fakten für 2026.

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Wie viel verdient man als Schornsteinfeger-Azubi 2026?

Laut AKS-Tarifvertrag (ab 01.01.2026) beträgt die Ausbildungsvergütung im ersten Lehrjahr mindestens 900 €, im zweiten Lehrjahr 1.000 € und im dritten Lehrjahr 1.100 € brutto monatlich. Das sind die bundesweit gültigen Tarifmindestbeträge.

Wer die Ausbildung zum Schornsteinfeger beginnt, wählt einen der wenigen Berufe, bei dem der Staat die Nachfrage garantiert. Jede Feuerstätte in Deutschland unterliegt gesetzlichen Kehr- und Messpflichten – das bedeutet: volle Auftragsbücher, egal wie die Konjunktur läuft. Die Ausbildung selbst verbindet Handwerk, Messtechnik und Energieberatung zu einem Berufsbild, das technisch anspruchsvoller ist als das schwarze Erscheinungsbild suggeriert.

Ausbildungsdauer und Ablauf

Die duale Ausbildung zum Schornsteinfeger dauert drei Jahre. Betriebliche Praxis und Berufsschule wechseln sich im Block- oder Wochenmodell ab – je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. Bundesweit bekannt ist die Ferdinand-von-Steinbeis-Schule in Ulm als Landesfachschule für Teile der überbetrieblichen Ausbildung; dort kommen Azubis aus ganz Deutschland zu mehrtägigen Blocklehrgängen zusammen.

Eine Verkürzung auf 2,5 Jahre ist bei sehr guten schulischen und betrieblichen Noten möglich – der Antrag läuft über die zuständige Handwerkskammer.

Die Ausbildung endet mit der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer: schriftlicher und praktischer Teil.

Was in der Ausbildung gelehrt wird

Das erste Lehrjahr legt die Grundlagen: Baukunde und Bauphysik, Werkzeug- und Gerätekunde, erste Grundlagen der Brandschutztechnik sowie Einführung in Messprinzipien. Vom zweiten Jahr an wird es spezifischer:

Abgastechnik und Emissionsmessung: Schornsteinfeger führen gesetzlich vorgeschriebene Messungen nach der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV) durch – an Öl- und Gasheizungen, Kaminen, Pelletöfen. Die Messtechnik ist heute digital; moderne Abgasmessgeräte liefern direkt auswertbare Protokolle.

Überprüfungsverfahren nach KÜO: Die Kehr- und Überprüfungsordnung legt fest, welche Anlagen wie oft kontrolliert werden müssen. Azubis lernen die Rechtslage, die Dokumentationspflichten und die Abläufe der Feuerstättenschau.

Energieberatung: Schornsteinfeger sind nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) auch Berater – zur Effizienz von Feuerungsanlagen, zur Abgaswärmenutzung, zu Nachrüstpflichten. Grundlagen der Energieberatung sind fester Bestandteil der Ausbildung.

In der Berufsschule kommen allgemeinbildende Fächer hinzu sowie vertiefte Theorie zu Baustoffen, Heizungssystemen und dem Schornsteinfeger-Handwerksgesetz.

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Ausbildungsvergütung 2026: Tarifliche Mindestbeträge

Die Vergütung richtet sich nach dem Tarifvertrag über die Förderung der beruflichen Ausbildung im Schornsteinfegerhandwerk, dem AKS-Tarifvertrag. Gültig ab 01.01.2026:

LehrjahrMonatliche Vergütung (brutto)
1. Lehrjahr900 €
2. Lehrjahr1.000 €
3. Lehrjahr1.100 €

Das liegt deutlich über dem gesetzlichen Ausbildungsmindestlohn 2026. Nicht-tarifgebundene Betriebe können abweichen – es empfiehlt sich, bei der Betriebswahl nach Tarifbindung zu fragen. Einige Betriebe zahlen oberhalb des Tarifs, besonders in Regionen mit wenigen Bewerbern.

Voraussetzungen: Was man mitbringen sollte

Formal ist ein Hauptschulabschluss ausreichend. In der Praxis suchen Ausbildungsbetriebe gezielt nach:

  • Schwindelfreiheit und körperliche Fitness – Dächer, Leitern, enge Schächte sind Alltag
  • Technisches Grundverständnis – Heizungsanlagen, Abgaswege, Messgeräte
  • Sorgfalt und Zuverlässigkeit – Dokumentationspflichten, Kundenkontakt, hoheitliche Aufgaben
  • Kommunikationsfähigkeit – Schornsteinfeger sind täglich beim Kunden

Ein Praktikum vor der Ausbildung ist der beste Weg, um sich und den Betrieb kennenzulernen. Viele Handwerkskammern vermitteln Schnupperpraktika.

Berufsschule und überbetriebliche Ausbildung

Die Berufsschule findet je nach Bundesland im Blockmodell (mehrere Wochen am Stück) oder wöchentlich statt. Ergänzend gibt es überbetriebliche Ausbildungseinheiten an den Landesfachschulen. Die Ferdinand-von-Steinbeis-Schule in Ulm ist dabei bundesweit für Teile der Ausbildung bekannt – Azubis aus Bayern, Nordrhein-Westfalen oder Hamburg reisen dort zusammen. Das schafft früh ein berufliches Netzwerk, das später nützlich ist.

Nach der Ausbildung: Geselle, Meister, Kehrbezirk

Nach der Gesellenprüfung stehen mehrere Wege offen: Berufserfahrung sammeln, schnell Richtung Meisterkurs steuern (Voraussetzung für eigenen Betrieb und Kehrbezirk) oder sich in Energieberatung und Brandschutzbegutachtung spezialisieren.

Was Gehalt, Tarifgruppen und den Weg zum bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger angeht, gibt es alle Zahlen im Artikel Schornsteinfeger-Gehalt. Den vollständigen Berufsüberblick bietet der Hub Schornsteinfeger – Ausbildung, Gehalt & Kehrbezirk.

Ausbildung als Fundament – auch fürs Privatleben

Wer mit 18 oder 20 Jahren eine Handwerksausbildung beginnt, baut früh auf eigenen Füßen. Das schätzen viele – auch auf Partnersuche. Handwerksingles.de wurde genau für solche Menschen gebaut: verlässlich, bodenständig, wissen was sie wollen. Den vollständigen Überblick über Partnersuche im Handwerksumfeld gibt der ultimative Partnersuche-Guide für Handwerker.


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Das Wichtigste

  • Vergütung über Mindestlohn: 900 € im ersten Lehrjahr, 1.100 € im dritten – das liegt nach dem AKS-Tarifvertrag 2026 spürbar über dem gesetzlichen Ausbildungsmindestlohn von 682 € (2026).
  • Drei Jahre, breites Spektrum: Die Ausbildung verbindet Brandschutz, Messtechnik, Energieberatung und Handwerk – wer alle drei Bereiche beherrscht, ist nach der Prüfung deutlich mehr als nur Kaminreiniger.
  • Bundesweite Fachschule: Die Ausbildung führt Azubis aus ganz Deutschland zusammen – Block-Lehrgänge an der Landesfachschule fördern frühzeitig ein berufliches Netzwerk.

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Häufige Fragen

Tommy Honold — Autor beim Handwerksingles Magazin

Tommy Honold

Küchenmeister, Gründer & Dating-Experte

Küchenmeister, Marine-Feldkoch, CEO — und seit 2008 der Mann hinter dem grössten Berufs-Dating-Netzwerk im DACH-Raum. Tommy Honold bringt mit gastrosingles.de Köche, Sommeliers, Servicekräfte und Wirte zusammen, die wissen, wie Schichtdienst, Sonntagsservice und der Druck am Pass wirklich wiegen.

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