Beim Hörakustiker-Gehalt gibt es eine ehrliche Ansage: Der Beruf zahlt nicht so viel wie manche Industriehandwerke, bietet dafür aber Jobsicherheit, menschliche Arbeit und klare Aufstiegswege. Wer die Zahlen kennt, kann besser verhandeln – und weiß, welche Hebel wirklich etwas bringen.
Was der Entgeltatlas sagt
Der verlässlichste Ausgangspunkt für das Hörakustiker-Gehalt ist der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit. Der Median für sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte in der Berufsgattung „Berufe in der Hörgeräteakustik – fachlich ausgerichtete Tätigkeiten" liegt bei 2.964 € brutto monatlich.
Das untere Quartil – also die Grenze, unter der 25 % der Beschäftigten liegen – bewegt sich um 2.400–2.500 €. Das obere Quartil, das die besser verdienenden 25 % abtrennt, liegt bei rund 3.500 €.
Zusätzlich zeigt die Plattform brutto-netto-gehaltsrechner.de für Fachkräfte mit 3–5 Jahren Erfahrung einen Basismedian von 3.000 € brutto – deckt sich gut mit dem Entgeltatlas-Wert.
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
Frisch ausgelernte Hörakustiker starten typischerweise mit 2.300 bis 2.600 € brutto im Monat. Die Spanne hängt vor allem von zwei Faktoren ab: Betriebsgröße und Region.
Große Filialketten – Fielmann, Kind, Rottler, Apollo Hörakustik – haben strukturiertere Vergütungsmodelle und zahlen Berufseinsteigern im Schnitt 2.500–2.700 €. Kleine Inhabergeschäfte liegen teils darunter, kompensieren das manchmal mit flexibleren Arbeitszeiten oder Prämienregelungen.
Nach zwei bis drei Jahren Berufserfahrung ist ein Anstieg auf 2.800–3.200 € realistisch – besonders wer sich in der Kinderhörversorgung oder Otoplastikfertigung weiterentwickelt.







