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Lohnabrechnung und Werkzeug eines Elektronikers auf einer Werkbank
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Elektroniker-Gehalt 2026: Was die 4 Fachrichtungen verdienen

Elektroniker-Gehalt nach Fachrichtung: Entgeltatlas-Mediane von 3.765 € bis 4.627 €, Einstieg, Meister-Sprung und regionale Spannen – alle belegten Zahlen für 2026.

Bild: KI-generiert
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Wie viel verdient ein Elektroniker nach Fachrichtung?

Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit liegt der Median zwischen 3.765 € (Energie- und Gebäudetechnik) und 4.627 € (Betriebstechnik) brutto im Monat; die Automatisierungs- und Systemtechnik folgt mit 4.358 €, der eng verwandte IT-System-Elektroniker mit 4.350 €. Mit Meisterbrief oder Technikerabschluss sind 5.000 € und mehr realistisch.

Warum das Elektroniker-Gehalt so schwer zu pauschalisieren ist

„Elektroniker Gehalt" googeln und Zahlen zwischen 2.500 € und 6.000 € finden – das ist keine Seltenheit. Der Grund: Elektroniker ist kein einheitlicher Beruf, sondern ein Sammelbegriff für vier Fachrichtungen mit komplett unterschiedlichen Branchen, Betriebsgrößen und Tarifstrukturen. Wer eine ehrliche Zahl will, muss nach Fachrichtung, Region und Erfahrung differenzieren.

Median-Gehälter nach Fachrichtung

Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit wertet die sozialversicherungspflichtigen Gehälter aller gemeldeten Beschäftigten aus – das macht ihn zur verlässlichsten öffentlich zugänglichen Quelle. Die Zahlen für die vier Elektroniker-Fachrichtungen:

FachrichtungUnteres QuartilMedianOberes Quartil
Betriebstechnik3.863 €4.627 €5.350 €
Automatisierungs- und Systemtechnik3.580 €4.358 €5.291 €
Geräte und Systeme3.344 €4.057 €4.981 €
Energie- und Gebäudetechnik3.188 €3.765 €4.542 €

Zum Vergleich: Der eng verwandte, aber separat geregelte IT-System-Elektroniker liegt mit einem Median von 4.350 € (unteres Quartil 3.519 €, oberes Quartil 5.410 €) auf einem ähnlichen Niveau wie die Automatisierungs- und Systemtechnik.

Die Fachrichtung Betriebstechnik führt die Tabelle mit einem Median von 4.627 € an – passend zur industriellen, meist tarifgebundenen Ausrichtung des Berufs. Der Entgeltatlas weist für diese Fachrichtung allerdings eine begrenzte Fallzahl aus, weshalb der Wert stärker schwanken kann als bei den anderen Fachrichtungen; Gehaltsportale wie Stepstone und PowerUs siedeln den Durchschnitt teils etwas niedriger, im Bereich von rund 4.000 bis 4.300 € brutto, an.

Warum liegen Betriebstechnik und Automatisierungs- und Systemtechnik vorn? Wer hier arbeitet, ist fast ausschließlich in der Industrie tätig – oft bei größeren, tarifgebundenen Arbeitgebern, die systematisch besser zahlen als kleinere Handwerksbetriebe. Die Energie- und Gebäudetechnik dagegen ist die klassische Handwerksfachrichtung mit vielen kleineren Betrieben, was sich im Median niederschlägt.

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Einstiegsgehalt: Was frisch Ausgelernte erwarten können

Direkt nach der Gesellenprüfung starten Elektroniker aller Fachrichtungen meist zwischen 2.800 und 3.500 € brutto im Monat, abhängig von Region, Betriebsgröße und Tarifbindung. In tarifgebundenen Industrieunternehmen – häufiger bei Automatisierungs- und Systemtechnik oder Betriebstechnik – liegt der Einstieg eher am oberen Ende dieser Spanne oder leicht darüber.

Nach drei bis fünf Jahren Berufserfahrung ist ein Anstieg auf 3.800 bis 4.500 € realistisch, wieder abhängig von Fachrichtung und Zusatzqualifikationen. Wer in dieser Zeit Zertifikate wie SPS-Programmierung (Siemens STEP 7/TIA Portal), Photovoltaik-Fachkraft oder KNX-Gebäudeautomation erwirbt, kann sein Gehalt oft auch ohne Jobwechsel verbessern.

Mit Meisterbrief oder Techniker: Der nächste Gehaltssprung

Der Meisterbrief ist branchenübergreifend der wirksamste Hebel. Laut Gehaltsportalen wie Stepstone und Jobvector verdienen Elektromeister im Median zwischen 5.000 und 5.100 € brutto monatlich, mit deutlicher Spanne nach oben für Betriebsleiter oder selbstständige Unternehmer. Der staatlich geprüfte Techniker Elektrotechnik bewegt sich gehaltlich in einer ähnlichen Größenordnung, ist aber eher in Planungsbüros und bei Herstellern gefragt als auf der Baustelle oder in der Werkstatt.

Wichtig zu wissen: Dieser Aufstiegsweg steht allen vier Fachrichtungen offen. Ein Elektroniker für Geräte und Systeme kann genauso den Meisterbrief machen wie einer für Energie- und Gebäudetechnik – die Weiterbildungswege unterscheiden sich nur im fachlichen Schwerpunkt, nicht im grundsätzlichen Aufstiegsprinzip.

Regionale Unterschiede

Wie bei fast allen Handwerksberufen gilt auch für Elektroniker: Süddeutschland zahlt besser als der Osten. Nach Daten von Gehaltsportalen liegen die Mediangehälter in Baden-Württemberg und Bayern spürbar über dem Bundesschnitt, während Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am unteren Ende der Skala liegen. Die Differenz kann je nach Fachrichtung mehrere Hundert Euro monatlich ausmachen. Wer regional flexibel ist, kann allein durch einen Wohnortwechsel sein Gehalt spürbar steigern – auch wenn höhere Lebenshaltungskosten in Ballungsräumen einen Teil davon wieder auffressen.

Elektroniker-Gehalt im Vergleich zum Elektriker

Weil „Elektriker" umgangssprachlich meist für die Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik steht, gelten hier dieselben Zahlen: Median 3.765 € laut Entgeltatlas. Wer beim Berufseinstieg auf ein höheres Gehalt zielt, sollte also gezielt eine der anderen drei Fachrichtungen oder den IT-System-Elektroniker in Betracht ziehen – vorausgesetzt, die inhaltliche Ausrichtung (Industrie statt Baustelle, Programmierung statt Installation) passt auch persönlich.

Alle Infos zur Ausbildung selbst – Dauer, Vergütung je Lehrjahr, Fachrichtungswahl – gibt es im Artikel Elektroniker-Ausbildung. Den Gesamtüberblick über den Beruf bietet der Hub Elektroniker – Beruf, Ausbildung und Karriere.

Gut verdienen und dabei das Richtige tun

Elektroniker gehören unabhängig von der Fachrichtung zu den Berufen mit stabiler Zukunft – die Energiewende und die fortschreitende Automatisierung der Industrie sorgen dafür, dass die Nachfrage nicht absehbar sinkt. Wer gut verdient und dabei mit Substanz arbeitet, hat auch privat gute Karten.

Handwerksingles.de weiß: Handwerker sind gefragte Partner. Warum das so ist, erklärt der Artikel Warum Handwerker gute Partner sind.

Datenbasis: Median-Gehälter nach dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit (sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte, brutto/Monat, Datenstand 2024): Betriebstechnik 4.627 € (unteres Quartil 3.863 €, oberes 5.350 €; begrenzte Fallzahl), Automatisierungs- und Systemtechnik 4.358 €, Geräte und Systeme 4.057 €, Energie- und Gebäudetechnik 3.765 €, IT-System-Elektroniker 4.350 €. Meister- und Regionalwerte: Stepstone, Jobvector, PowerUs (2026, abweichende Methodik).

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Das Wichtigste

  • Fachrichtung entscheidet: Zwischen Betriebstechnik (4.627 €) und Energie- und Gebäudetechnik (3.765 €) liegen fast 900 € Median-Differenz – die Wahl beim Ausbildungsstart wirkt lebenslang.
  • Industrie schlägt Handwerk: Tarifgebundene Industriebetriebe zahlen systematisch besser als kleine Elektrohandwerksbetriebe – wer aufs Gehalt schaut, prüft die Tarifbindung.
  • Meisterbrief = größter Hebel: Der Sprung vom Gesellen (rund 4.000 €) zum Meister (5.000–5.100 €) ist der wirksamste Weg zu dauerhaft mehr Geld.

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Häufige Fragen

Tommy Honold — Autor beim Handwerksingles Magazin

Tommy Honold

Küchenmeister, Gründer & Dating-Experte

Küchenmeister, Marine-Feldkoch, CEO — und seit 2008 der Mann hinter dem grössten Berufs-Dating-Netzwerk im DACH-Raum. Tommy Honold bringt mit gastrosingles.de Köche, Sommeliers, Servicekräfte und Wirte zusammen, die wissen, wie Schichtdienst, Sonntagsservice und der Druck am Pass wirklich wiegen.

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